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Margaret Thatcher, die „Eiserne Lady“ ist tot

Margaret Thatcher, die „Eiserne Lady“ ist tot

Die frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher starb heute Montag Morgen, den 8. April 2013, an den Folgen eines Schlaganfalls.

Lady Margaret Thatcher, Premierministerin des Vereinigten Königreichs
Lady Margaret Thatcher,
Premierministerin des Vereinigten Königreichs

Lady Margaret Thatcher, die als die „Eiserne Lady“ bekannt gewordene konservative Politikerin hatte bereits schon mehrere Schlaganfälle erlitten. Nach Angaben ihrer Tochter war sie seit Jahren dement und hatte sich nur noch selten in der Öffentlichkeit gezeigt.

Margaret Hilda Thatcher, Baroness Thatcher of Kesteven wurde am 13. Oktober 1925 in Grantham, Lincolnshire als Margaret Hilda Roberts geboren. Sie war die erste Frau die als „Premierministerin des Vereinigten Königreichs“ fungierte und übte das Amt länger aus, als jeder ihrer Vorgänger seit Anfang des 19. Jahrhunderts.

Margaret’s Vater Alfred Roberts war Kolonialwarenhändler, Bürgermeister ihrer Geburtsstadt Grantham und methodistischer Laienprediger. Ihre Mutter Beatrice Ethel Stephenson war gelernte Hausschneiderin. Die Familie lebte in einer Wohnung über dem Ladengeschäft des Vaters, in dem sie gemeinsam mit ihrer älteren Schwester aushalf.

Nachdem Margaret durch ein Stipendium die Volksschule in Kesteven und die Mädchenoberschule in Grantham besucht hatte, studierte sie Chemie am Somerville College in Oxford. Drei Jahre lang arbeitete sie als Chemikerin, und wirkte unter anderem an der Erfindung des Softeises mit. 1950 kandidierte Margaret erstmals für die Unterhauswahlen. 1951 heiratete sie den wohlhabenden Unternehmer Denis Thatcher und gebar am 15. August 1953 die Zwillinge Carol und Mark Thatcher. Nach ihrer Heirat studierte Margaret Thatcher Rechtswissenschaft und arbeitete danach eine kurze Zeit als Anwältin für Steuerrecht.

1959 wurde Margaret Thatcher als Kandidatin der Konservativen ins Unterhaus gewählt. 1961 errang sie die Position einer Parlamentssekretärin im Ministerium für Sozialversicherungen. 1970 wurde sie Kultur- und Wissenschaftsministerin im Kabinett von Edward Heath. Am 11. Februar 1975 tratt Margaret Thatcher gegen Edward Heath als Parteiführer der Konservativen an und gewann die Kampfabstimmung. In der Parlamentswahl vom 3. Mai 1979 führte Thatcher die konservative Partei zum Sieg[5] und wurde tags darauf als Nachfolgerin James Callaghans Premierministerin.

Margaret Thatcher übte das Amt als Premierministerin von Grossbritannien von 1979 bis 1990 aus und machte sich vor allem durch den Falkland-Krieg gegen Argentinien und ihre Rolle innerhalb der damaligen Europäischen Gemeinschaft einen Namen. Ihre Worte „Ich will mein Geld zurück“, mit denen sie den sogenannten „Britenrabatt“ durchsetzte, sind legendär.

Der von ihr selbst geliebte Spitzname die „Eiserne Lady“ (the Iron Lady) stammt von einem Kommentar von Radio Moskau im Jahre 1976, nachdem sie in einer Ansprache die „bolschewistische Sowjetunion“ scharf attackiert hatte.

Königin Elizabeth II. von England reagierte mit Trauer auf die Nachricht und werde, wie der Buckingham-Palast heute morgen mitteilte, der Familie eine Beileidsbekundung schicken. Auch Premierminister David Cameron ist tief betroffen und würdigte die Verstorbene mit den Worten: „Wir haben eine grosse Führerin, eine grosse Premierministerin und eine grosse Britin verloren.“

Nach Angaben der britischen Regierung wird Margaret Thatcher ein feierliches Begräbnis mit militärischen Ehren in der St. Paul’s Kathedrale erhalten. Die Bestattung erfolge „entsprechend den Wünschen“ der Familie Thatcher und soll nicht öffentlich aufgebahrt werden, hiess es.